40 Jahre C-Strecke

Frankfurt am Main

Vom Samstag, 11. Juli 2026 bis zum Sonntag, 12. Juli 2026

11. & 12.07.: 40 Jahre C-Strecke

Sonderverkehr mit historischen Stadtbahnwagen auf den alten Linienwegen der U6 und U7.

Vier Jahrzehnte sind es her, als 1986 zwei neue Stadtbahnlinien im Frankfurter Untergrund eingeweiht wurden. Von den bisherigen Tramhaltestellen Heerstraße und Hausen im Westen der Stadt geht es seither nach einem kurzen oberirdischen Abschnitt auf einer knapp 8 Kilometer lange Tunnelstrecke bis zum U-Bahnhof Zoo. Die ursprünglich 8 unterirdische Stationsbauwerke wurden 1992 mit der Verlängerung der U7 nach Enkheim auf 11 und 1999 mit dem neuen Endbahnhof der U6 am Ostbahnhof auf 12 erweitert.

Das runde Jubiläum der C-Strecke lässt sich der Verein „Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main e.V.“ (HSF) nicht entgehen. Im Gegenteil: Am kommenden Wochenende versetzen historische Züge der Baureihen U2h (gebaut 1968) und U3 (1979) die Fahrgäste in vergangene Zeiten. Am Samstag sind beide Züge halbstündlich zwischen Ostbahnhof und Heerstraße, am Sonntag alle 45 Minuten zwischen Enkheim und Hausen eingesetzt. Sie folgen damit den ehemaligen Linienwegen von U6 und U7, wie sie bis 2018 Alltag waren. Ein Fotozug des Typs Pt (1977/78) rundet das Fahrtenprogramm ab.

Von der Straße in den Tunnel: Komfort und Turbulenzen

Mit der Inbetriebnahme dieser dritten Stammstrecke „C“ des Frankfurter Stadtbahnsystems sollte nach den Plänen der Stadtregierung die Abschaffung der innerstädtischen Straßenbahn einhergehen. U6 und U7 verkehren unterhalb einstiger Tramstrecken wie der Bockenheimer Landstraße oder der Zeil und ersetzen den dortigen Straßenbahnbetrieb. Fast 60.000 Unterschriften erreichten die kurzfristige Abwendung von einer vollständigen Umsetzung der „schienenfreien Innenstadt“. Seit dem 11. Oktober 1986 ergänzen sich C-Strecke und Trambahn.

In 40 Betriebsjahren haben fast alle Fahrzeugtypen der Frankfurter Stadtbahn die Linien U6 und U7 bedient: Vom Pt- und Ptb-Wagen über die Baureihen U2e, (kurzzeitig) U2h und U3 bis hin zu den modernen U5-Zügen, die aktuell dort anzutreffen sind. Zwischen der Hauptwache und Konstablerwache teilen sich die Stadtbahnen Bahnhöfe und Tunnelröhre mit der S-Bahn-Rhein-Main, sodass Kundinnen und Kunden komfortabel umsteigen können. Täglich über 50.000 Fahrgäste zählte die Nahverkehrsgesellschaft traffiQ im vergangenen Jahr auf der Ost-West-Achse, deren Historie die HSF sich dieses Wochenende zu beleuchten vornimmt.

 

Das Wichtigste in Kürze

Termin: 11. & 12.07.2026 – „40 Jahre C-Strecke“

Route Samstag: Ostbahnhof <> Konstablerwache <> Hauptwache/Zeil <> Bockenheimer Warte <> Praunheim Heerstraße

Route Sonntag: Enkheim <> Eissporthalle/Festplatz <> Konstablerwache <> Hauptwache/Zeil <> Bockenheimer Warte <> Hausen

Fahrzeiten: jeweils von ca. 10 Uhr bis ca. 18 Uhr, Samstag im 30-Minuten-Takt und Sonntag im 45-Minuten-Takt

Fahrzeugeinsatz: vsl. U2h-Wagen (Baujahr 1968), U3-Wagen (1979) und als Fotozug Pt-Wagen (1977/78, hier ist leider keine Mitfahrt möglich!)

 

Zur Mitfahrt in den historischen Fahrzeugen der VGF wird lediglich eine für Frankfurt gültige RMV-Fahrkarte oder das Deutschland-Ticket benötigt. Es handelt sich um nicht barrierefreie Fahrzeuge, die zum größten Teil über keine Rampen oder Einstiegshilfen verfügen. Stellplätze für Rollstühle sind nicht vorhanden. Die Mitnahme von Fahrrädern sowie von Rollstühlen ist aus Sicherheitsgründen – insbesondere zur Freihaltung der Fluchtwege – ausgeschlossen. Die Mitnahme von Rollatoren oder Kinderwägen ist hingegen mit Unterstützung von Fahrgästen oder dem Fahrpersonal möglich.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Verkehrslage sowie aus technischen oder betrieblichen Gründen Verspätungen und Änderungen des Fahrzeugeinsatzes und Abweichungen von Fahrplan oder Route nicht ausgeschlossen sind.